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Konferenz zum 20. Jahrestag der Wiener Weltmenschenrechtskonferenz 1993

Die Menschenrechte sind - und bleiben - unteilbar!

15. / 16. April 2013

Aktuelles

Ein Rückblick auf die Konferenz „Wien+20“ am 15. und 16. April 2013 in Berlin

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Am 15. und 16. April fand in der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften in Berlin die Konferenz „Wien+20“ statt. Anlass war der 20. Jahrestag der Weltmenschenrechtskonferenz 1993 in Wien, die als Meilenstein auf dem Weg zur Verbesserung des Menschenrechtsschutzes gilt.

20 Jahre nach Wien richteten das Deutsche Institut für Menschenrechte und das Forum Menschenrechte den Blick zurück, vor allem aber nach vorn. In einem Eröffnungsvortrag, fünf Podiumsdiskussionen und einem Abschlussgespräch ging es um Rassismus, soziale Menschenrechte, Flüchtlingsschutz, Frauenrechte und Menschenrechte als Leitprinzip der Politik.

Den Eröffnungsvortrag hielt Bacre Ndiaye, der im Büro der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte zuständige Direktor für den Menschenrechtsrat und die Sondermechanismen. Das Abschlussgespräch führten Prof. Dr. Beate Rudolf, Direktorin des Instituts, und Gerhart Baum, Bundesminister a. D. und 1993 Leiter der deutschen Staatendelegation in Wien. Auf den Podien diskutierten u. a. Günter Burkhardt (PRO ASYL), Patrick Döring (FDP-Generalsekretär), Hermann Gröhe (CDU-Generalsekretär), Dr. Monika Hauser (Medica Mondiale), Dr. Michael Lindenbauer (UNHCR-Vertreter für Deutschland und Österreich), Tom Koenigs (Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundetags), Ruprecht Polenz (Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags) und Christoph Strässer (Menschenrechtspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion). Fast 300 Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen insgesamt an der Konferenz teil.

Die vollständige Dokumentation der Konferenz in Form von Audi-Mitschnitten der einzelnen Beiträge und Panels, einer Foto-Galerie, einem Konferenzbericht, sowie einzelne Reden zum Nachlesen sowie das Grußwort  des Bundespräsidenten Joachim Gauck finden Sie

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Wien + 20: Die Menschenrechte sind - und bleiben - unteilbar!

Die Wiener Weltmenschenrechtskonferenz 1993 war ein Meilenstein auf dem Weg zur Verbesserung des Menschenrechtsschutzes weltweit. Wichtigstes Ergebnis dieser Konferenz  waren die Erklärung und das Aktionsprogramm von Wien, in deren Folge bei der 48. UN-Generalversammlung  im Dezember 1993 das Amt des Hohen Kommissars für Menschenrechte eingerichtet wurde.

20 Jahre später ist es Zeit, den Blick zurück, vor allem aber auch nach vorn zu richten: Was haben die UN-Staaten, was hat Deutschland vom Wiener Aktionsprogramm bisher umgesetzt? Haben die in Wien bekräftigte Unteilbarkeit und die Universalität der Menschenrechte heute ihren Stellenwert eingebüßt? Welche Menschenrechtsthemen müssen international wie national vorrangig  auf die politische Agenda gesetzt werden?

Die Konferenz diskutiert Erfolge und Misserfolge im Menschenrechtsschutz seit Wien  und nimmt konkret die Themen Schutz vor Rassismus, Flüchtlingsrechte, Soziale Menschenrechte und Schutz vor sexualisierte Gewalt in Kriegs- und Krisengebieten in den Blick.

Informationen zu den einzelnen Panels finden Sie nun im Programm.

Zum Tod von Stéphane Hessel

Der französische Schriftsteller und Streiter für die Menschenrechte Stéphane Hessel ist tot. Mit großer Betroffenheit haben das Deutsche Institut für Menschenrechte und das Forum Menschenrechte die Nachricht von seinem Tod aufgenommen. Er wollte auf Einladung des Instituts und des Forum Menschenrechte am 15. April den Eröffnungsvortrag auf der Konferenz zum 20. Jahrestag der Wiener Weltmenschenrechtskonferenz 1993 in Berlin halten. Seine bedauernde Absage kam wenige Tage vor seinem Tod. Bis ins hohe Alter hinein war es ihm wichtig, für die Unteilbarkeit der Menschenrechte zu werben und zu streiten. Ohne ihn wäre der Wiener Konferenz kein Erfolg beschieden gewesen. Sein Einsatz  im direkten Gespräch mit Delegierten ist unvergessen.  Seine Ermutigungen und sein Engagement sind uns Verpflichtung.

Hessel, geboren 1917 in Berlin,  wurde nach dem 2. Weltkrieg Büroleiter des Vize-UN-Generalsekretärs und 1948 Sekretär der neu geschaffenen UN-Menschenrechtskommission, die mit der Erarbeitung der Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen beauftragt wurde. Er wirkte an der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ mit.

 

Information

Beate Ziegler
E-Mail: kontakt@forum-menschenrechte.de 

Veranstalter

Deutsches Institut für Menschenrechte

Hinweise

Veranstaltungsort

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Leibniz-Saal
Eingang über Markgrafenstr. 38
10117 Berlin 
www.bbaw.de

Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Die Veranstaltung wird in Deutscher Gebärdensprache gedolmetscht. Ebenfalls bieten wir Ihnen eine Induktionsschleife an.

Stiftung Menschenrechte

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung durch die Stiftung Menschenrechte - Förderstiftung Amnesty International