Wien+20: Kurzbiografien

Konferenz zum 20. Jahrestag der Wiener Weltmenschenrechtskonferenz 1993

Die Menschenrechte sind - und bleiben - unteilbar!

15. / 16. April 2013

Kurzbiografien der Referentinnen und Referenten

Renate Augstein

Renate Augstein ist seit 2012 Leiterin der Abteilung Gleichstellung und Chancengleichheit im Bundesministerium für Familie, Jugend, Senioren und Frauen (BMFJSF). Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sowie der Integration der Geschlechterperspektive in die Arbeit der Bundesregierung. 1981 trat sie in die Dienste des damaligen Bundesministeriums für Familie, Jugend und Gesundheit ein, für das sie seitdem in verschiedenen Funktionen tätig ist. Als Sonderaufgaben wurden ihr die Umsetzung der EU-Gleich-behandlungsrichtlinien mit dem Aufbau der Antidiskriminierungs-stelle des Bundes sowie die Entwicklung des Programms „Perspektive Wiedereinstieg“ übertragen. Sie studierte Jura an der Universität zu Köln.

Gerhard R. Baum

Gerhart R. Baum, Bundesminister a.D, vertrat von 1972 bis 1994 die FDP als Mitglied im Deutschen Bundestag. In den Jahren 1978 bis 1982 war er Bundesminister des Inneren, zuvor gehörte er bereits als Parlamentarischer Staatssekretär von 1972 bis 1978 der Bundesregierung an. Von 1992 bis 1998 war er Leiter der Deutschen Delegation zur UN-Menschenrechtskommission. Im Jahr 1993 war er Delegationsleiter bei der Weltmenschenrechtskonferenz in Wien, von 2001 bis 2003 war er UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Sudan. Gerhart Baum ist heute unter anderem bei Amnesty International sowie bei der Stiftung Menschenrechte aktiv. Der studierte Jurist verfasste zahlreiche Publikationen zum Thema Menschenrechtspolitik und Vereinte Nationen. 2012 erschien von ihm "Meine Wut ist jung: Bilanz eines politischen Lebens".

Johannes Brandstäter

Johannes Brandstäter arbeitet seit 2005 als Grundsatzreferent für Migrationspolitik beim Diakonie-Bundesverband in Berlin. Er ist Sprecher der AG Antirassismus des Forums Menschenrechte. Das Studium der Politikwissenschaft absolvierte er an der Universität Hamburg. Nach 1990 war er bei „Brot für die Welt“ in Stuttgart in den Bereichen Menschenrechte und Landwirtschaftspolitik tätig sowie vier Jahre Vorsitzender der Mitarbeitervertretung des Diakonischen Werkes der EKD. Er ist ehrenamtlicher Vorsitzender von FIAN Deutschland e.V

Günter Burkhardt

Günter Burkhardt ist Gründungsmitglied von PRO ASYL und seit der Gründung 1986 der Geschäftsführer der Organisation. Er vertritt PRO ASYL auf politischer Ebene in Gremien sowie gegenüber Organisationen, Verbänden und Parteien. Er ist zudem Vorstandsmitglied der Stiftung PRO ASYL und seit 1984 Geschäftsführer des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche, in deren Rahmen der bundesweite Tag des Flüchtlings stattfindet, der ebenfalls von Pro Asyl koordiniert wird. Ferner ist er Mitglied des Koordinierungskreises des Forum Menschenrechte sowie Vorstandsmitglied des Interkulturellen Rates. Burkardt hat Mathematik, evangelische Theologie und Pädagogik in Mainz studiert.

Dr. Frank Capellan

Dr. Frank Capellan ist Korrespondent im Hauptstadtstudio des Deutschlandradio. Seine Schwerpunktthemen sind dort die  Entwicklungshilfe sowie die Familienpolitik. Nach einem Volontariat beim Remscheider Generalanzeiger/Westdeutsche Zeitung und beim Deutschlandfunk war Capellan als Redakteur und Moderator im Zeitfunk des Deutschlandfunks und bei Deutschlandradio Kultur tätig. Capellan hat Publizistik, Politologie und Neuere Geschichte in Münster studiert und wurde anschließend promoviert.

Patrick Döring

Patrick Döring ist seit 2012 Generalsekretär der FDP und seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist aktuell Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss. Seit 2010 ist Patrick Döring zudem stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und gehört dem Parteivorstand an. Von 2006 bis 2009 war er Vorsitzender des FDP-Bundesfachausschusses Bau- und Wohnungspolitik. Seit 1996 ist Döring Mitglied des Landesvorstandes und seit 2000 Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes der FDP Niedersachsen. Ehrenamtlich engagiert er sich unter anderem in der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung, im Parlamentarischer Beirat für Bevölkerung und Entwicklung und im Verein Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.

Dr. Julia Duchrow

Dr. Julia Duchrow ist Leiterin des Referats Menschenreche und Frieden bei „Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst“. Sie ist Volljuristin und  wurde 1999 an der Universität zu Köln mit einer Arbeit zum völkerrechtlichen Minderheitenschutz am Beispiel Südafrika promoviert. Von 2001 bis Anfang 2011 war sie asylpolitische Referentin von Amnesty International Deutschland und zuständig für die Themen Migration, Terrorismusbekämpfung und Menschenrechte und die Menschenrechtssituation in der Türkei. Duchrow ist Mitglied im Koordinierungskreis des Forum Menschenrechte.

Tilman Enders

Tilman Enders beschäftigt sich seit 2011 als stellvertretender Leiter des Referats für konzeptionelle Fragen in den Vereinten Nationen im Auswärtigen Amt neben der Koordinierung der Arbeiten am Nationalen Aktionsplan zu UN-Sicherheitsratsresolution 1325 insbesondere mit Krisenregionen, sofern sie in der UN-Generalversammlung behandelt werden, sowie mit der Frage des Status Palästinas in den Vereinten Nationen. Enders, der dem Auswärtigen Dienst seit 1992 angehört, war 2010/2011 Ausbildungsleiter für den gehobenen Dienst an der Akademie Auswärtiger Dienst in der Villa Borsig. Zuvor war er Ständiger Vertreter des Botschafters an den deutschen Vertretungen in Bosnien-Herzegowina sowie in Neuseeland. Von 2000 bis 2003 gehörte er zum Arbeitsstab Menschenrechte im Auswärtigen Amt. Seine ersten Stationen waren, nach einer kurzen Zeit als Austauschbeamter im französischen Außenministerium, die des Leiters des Referats für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der Deutschen Botschaft in Brasilia sowie die des Leiters des Wirtschaftsreferats an der Botschaft Teheran.

Dr. Petra Follmar-Otto

Dr. Petra Follmar-Otto ist Leiterin der Abteilung Menschen-rechtspolitik Inland/Europa am Deutschen Institut für Menschenrechte. Seit 2003 ist sie Mitarbeiterin des Instituts und ihr Themenschwerpunkt liegt auf Folterprävention, Diskriminierungs-schutz, Rechte von Migrantinnen und Migranten und modernen Formen der Sklaverei. Zuvor war sie als Beraterin, Gutachterin und Trainerin für verschiedene Frauenrechtsorganisationen und internationale Organisationen zu den Themen Frauenrechte und Migration tätig. Promoviert wurde sie 2007 an der Universität Hamburg. Vorher hat sie das Studium der Rechtswissenschaften in Saarbrücken und Hamburg absolviert.

Dr. Naika Foroutan

Dr. Naika Foroutan ist Sozialwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort leitet sie die Forschungsprojekte „JUNITED - Junge Islambezogene Themen in Deutschland“, "Junge Islam Konferenz" und „Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle (HEYMAT)“. Ferner ist sie Co-Leiterin des Forschungsprojekts “Concepts for the Development of Intelligence, Security and Prevention” (CODISP). Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Migrationsforschung, insbesondere dem Identitätsbildungsprozess von Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund in Deutschland. Für ihre Dissertation erhielt sie 2006 den Friedrich-Christoph-Dahlmann-Preises der Georg-August-Universität-Göttingen und 2005 den Forschungspreis für Auswärtige Kulturpolitik der Alexander Rave Stiftung. Sie hat Politikwissenschaften, Romanistik und Islamwissenschaft an der Universität zu Köln studiert.

Anna von Gall

Anna von Gall koordiniert das Programm Gender und Menschenrechte des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Berlin. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Themen Ausländerrecht, internationale Zusammenarbeit und Menschenrechte mit dem Schwerpunkt Frauen. Sie war unter anderem in Namibia, Brüssel und zuletzt in Georgien tätig. Frau von Gall ist im Forum Menschenrechte aktiv und Mitglied der Koordinationsgruppe gegen Straflosigkeit bei Amnesty International Deutschland. Zudem hat sie als freiwillige Wahlbeobachterin für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) im Bereich Demokratische Institutionen und Menschenrechte (OSZE/ ODIHR) gearbeitet. Ihre juristische Ausbildung absolvierte sie in Göttingen, Hamburg, Berlin und Kiew.

Hermann Gröhe

Hermann Gröhe ist seit 2009 Generalsekretär der CDU, seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von Oktober 2008 bis Oktober 2009 war er als Staatsminister bei der Bundeskanzlerin u.a. verantwortlich für Bund-Länder-Koordination. In den Jahren 2005 bis 2008 war er als Justitiar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und als Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im BND-Untersuchungs-ausschuss tätig. Außerdem war er in dieser Zeit ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Von 1998 bis 2005 war Hermann Gröhe menschenrechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestags-fraktion. Er ist seit 1997 Mitglied der Synode der EKD und war von 1997 bis 2009 Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. In den Jahren 2000 bis 2009 war er Mitherausgeber des Magazins Chrismon. Gröhe ist seit 2001 Mitglied im Vorstand der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Dr. Monika Hauser

Dr. Monika Hauser ist Gynäkologin und Frauenrechtlerin. Als sie 1992 über die Medien von den Massenvergewaltigungen an bosnischen Frauen während des Balkan-Krieges erfährt, reist sie umgehend ins Kriegsgebiet. Gemeinsam mit rund 20 einheimischen Psychologinnen und Ärztinnen eröffnet sie im April 1993 das Frauentherapiezentrum Medica Zenica. In Köln gründete sie das Büro des Vereins medica mondiale. Während des Kosovo-Krieges 1999 gründet die Frauenrechtsorganisation im Kosovo und Albanien weitere Frauentherapiezentren. Nach dem Sturz der Taliban folgen 2001 in Afghanistan Projekte zur medizinischen und psychologischen Behandlung von Frauen und Mädchen, aber auch Projekte zur juristischen Unterstützung weibliche Strafgefangener und zur Durchführung von Kampagnen gegen die Zwangsverheiratung von Mädchen im Kindesalter. Mit ihrer Menschrechts- und Aufklärungsarbeit kämpft medica mondiale weltweit gegen sexualisierte Kriegsgewalt und fordert nachdrücklich Geschlechtergerechtigkeit ein. Monika Hausers Engagement für Frauen in Kriegs- und Krisengebieten ist mit zahlreichen Preisen gewürdigt worden. So erhielt sie u.a. im Jahr 2008 den„Right Livelihood Award“ (Alternativer Nobelpreis) und im November 2012 wurde ihr für ihren herausragenden Einsatz in Kriegs- und Krisengebieten der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalens verliehen.

Matthias Höhn

Matthias Höhn ist seit 2012 Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE und seit 2002 Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Dort gehört er dem Ausschuss für Bildung und Kultur an. Er war von 2005 bis 2012 Landesvorsitzender der PDS/DIE LINKE Sachsen-Anhalt und ist seit 2007 im Bundesvorstand der Partei DIE LINKE. Ehrenamtlich ist Höhn Mitglied im Kuratorium der Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Prof. Barbara John

Prof. Barbara John wurde im Januar 2012 zur Ombudsfrau der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen der sogenannten Neonazi-Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ernannt. Sie ist Honorarprofessorin für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität und Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Berlin. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als Wissenschaftliche Assistentin in der Lehrerausbildung im Fach „Deutsch als Zweitsprache“ an der FU Berlin, wurde sie im Dezember 1981 von Richard von Weizsäcker zur ersten Ausländerbeauftragten des Berliner Senats berufen, ein Amt, das sie bis Juni 2003 ausübte. Seit 2003 arbeitet sie in zahlreichen Gremien und Organisationen zu Fragen der Integration u.a. als Mitglied der Bewertungskommission für die Integrationskurse beim Bundesministerium des Innern und als Vorsitzende des Beirats der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Seit 2008 vertritt sie Deutschland als Mitglied in der Kommission gegen Rassismus und Intoleranz des Europarates (ECRI).

Tom Koenigs

Tom Koenigs, MdB, ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Er ist Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe und Mitglied im Verteidigungsausschuss. Als Sondergesandter der Vereinten Nationen arbeitete er von 2002 bis 2004 in Guatemala und von 2006 bis 2007 in Afghanistan. Davor war er von 1999 bis 2002 Stellvertreter des Sondergesandten der Vereinten Nationen im Kosovo. Im Jahr 2005 war er Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe. Seit 2008 ist Königs Vorstandsmitglied von UNICEF Deutschland.

PD Dr. Michael Krennerich

PD Dr. Michael Krennerich ist seit 2007 Vorsitzender des Nürnberger Menschenrechtszentrums (NMRZ). An der Universität Heidelberg studierte er die Fächer Politische Wissenschaft, Öffentliches Recht und Philosophie. Später habilitierte er an der Universität Erlangen-Nürnberg, wo er auch als Privatdozent am Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik arbeitet. Er ist Mitherausgeber der „Zeitschrift für Menschenrechte“ (zfmr). Seine jüngste Veröffentlichung lautet „Soziale Menschenrechte. Zwischen Recht und Politik“ und ist im März 2013 im Wochenschau-Verlag erschienen.

Markus Kurth

Markus Kurth, MdB, ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages und sozial- und behindertenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Er ist Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Gesundheit. Nachdem er von 1998 bis 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Initiativkreis Emscher-Region beschäftigt war, wechselte er im Jahr 2000 als Bildungsmanager zur Heinrich-Böll-Stiftung NRW. Kurth ist Mitglied im Verein "Kunst und Kultur im Quartier e. V." der Heinrich-Böll-Stiftung Nordrhein-Westfalen sowie im Beirat der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen (BAG IF).

Dr. Michael Lindenbauer

Dr. Michael Lindenbauer ist seit Anfang 2009 Leiter der UNHCR-Vertretung für Deutschland und Österreich. Er blickt insgesamt auf eine fast 30jährige Laufbahn beim UNHCR zurück. Zuvor absolvierte der promovierte Jurist ein Studium an der Universität Salzburg. Im Jahre 1984 begann er seine Tätigkeit für die UN-Organisation in Wien, danach folgten in den 90er Jahren Stationen in Bonn, Hongkong, Rangoon (Myanmar) und Dublin (Irland). Im Jahre 2000 übernahm er in der UNHCR-Vertretung in Colombo (Sri Lanka) die Abteilung für Flüchtlingsschutz. Anschließend wurde er zum stellvertretenden Leiter der UNHCR-Vertretung im Sudan mit Sitz in Khartum ernannt. Im Jahre 2005 wechselte er in gleicher Funktion nach Budapest und leitete das UNHCR-Büro für Zentraleuropa.

Bacre Ndiaye

Bacre Ndiaye ist Direktor der Abteilung Menschenrechtsrat und Sondermechanismen im Büro der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte in Genf. Von 1998 bis 2006 war er Direktor des New Yorker Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte. Er leitete die Hauptabteilung Friedenssicherungseinsätze (DPKO) und war stellvertretender Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für Mission der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo (MONUC). Er nahm an zahlreichen Feldmissionen teil und war maßgeblich in die Arbeit der Vereinten Nationen in den Bereichen Integrated Mission Task Forces und die Planung von UN-Peacekeeping Operations eingebunden. Von 1992 bis 1998 war er UN-Sonderberichterstatter für außergerichtliche, summarische und willkürliche Hinrichtungen. Der studierte Anwalt hat sich in seinem Berufsleben vor allem mit Fragen der Menschenrechte befasst. In seiner Eigenschaft als Sonderberichterstatter war er in besonderer Weise an den Missionen in Jugoslawien (1992), Ruanda (1993) und Papua-Neuguinea (1995) beteiligt. Bacre Ndiaye war 16 Jahre lang Mitglied der Rechtsanwaltsvereinigung Senegals (1982-1998) und diente als deren Generalsekretär von 1983-1991. Im Jahr 1995 wurde er als Mitglied der Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission in Haiti ernannt und im Jahr 1994 mit dem Menschenrechtspreis des International Service for Human Rights ausgezeichnet. Ndiaye besitzt die Staatsbürgerschaft des Senegal.

Anja Papenfuß

Anja Papenfuß ist seit 2004 Chefredakteurin der Zeitschrift Vereinte Nationen der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Berlin. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften an der Universität Bonn und der Freien Universität Berlin übte sie nach einem Praktikum bei den Vereinten Nationen in Genf verschiedene Tätigkeiten, u.a. als freie Mitarbeiterin bei der Zeitschrift WeltTrends und als Herstellerin/Lektorin im Wissenschaftsverlag Duncker & Humblot aus. Von 1999 bis 2004 war sie als Redakteurin bei der Zeitschrift Internationale Politik der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin tätig. Sie verfasste zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen Vereinte Nationen, Menschenrechte und Frauen.

Ruprecht Polenz

Ruprecht Polenz, MdB, vertritt seit 1994 die CDU als Mitglied im Deutschen Bundestag und ist seit 2005 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. Im Jahr 2000 war Ruprecht Polenz Generalsekretär der CDU. Heute gehört er dem Landesvorstand der CDU NRW sowie dem Fraktionsvorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Außen- und Sicherheitspolitik in den Regionen des Nahen und Mittleren Ostens, insbesondere Iran, Türkei sowie der Nahostkonflikt. Darüber hinaus ist er ehrenamtlich unter anderem Vorsitzender des ZDF-Fernsehrats in Mainz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO), Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Entwicklung und Frieden und Beiratsmitglied u.a. des European Council on Foreign Relations. Von 1997 bis 2006 war Ruprecht Polenz Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V.

Prof. Dr. Eibe Riedel

Prof. Dr. Eibe Riedel, langjähriges Mitglied und  stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen in Genf bis Ende 2012. Bis zu seiner Emeritierung Anfang 2008 lehrte er an der Universität Mannheim als Inhaber des Lehrstuhls für Deutsches und Ausländisches Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht. Seit 2009 hat er den Schweizerischen Lehrstuhl für Menschenrechte am Institut des Hautes Etudes Internationales et du Développement und an der Academy of International Humanitarian Law and Human Rights in Genf inne. Er ist Honorary Adjunct Professor an der Universität Adelaide und Vorsitzender des Kuratoriums des Deutschen Instituts für  Menschenrechte sowie Mitglied der Deutschen UNESCO Kommission.

Prof. Dr. iur. Beate Rudolf

Prof. Dr. iur. Beate Rudolf ist seit 2010 Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Zuvor lehrte sie als Juniorprofessorin an der Freien Universität Berlin und leitete das Projekt "Völkerrechtliche Vorgaben für Governance in schwachen und zerfallenden Staaten" im Sonderforschungsbereich "Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit". Ihre Forschungsschwerpunkte sind Grund- und Menschenrechte nach Völkerrecht, Europarecht und deutschem Verfassungsrecht. Sie war Vizepräsidentin der European Women Lawyers Association und ist Mitglied in Kommissionen des Deutschen Juristinnenbundes und der International Law Association.

Dr. rer. pol. Ute Scheub

Dr. rer. pol. Ute Scheub ist freie Journalistin, Publizistin und Autorin zahlreicher Bücher. Sie ist Mitbegründerin der „tageszeitung“ (taz) und des Deutschen Frauensicherheitsrates. Scheub ist Mitbegründerin des Vereins «Scheherazade», der in der afghanischen Provinz Nimroz verschiedene Projekte für Frauen und Kinder durchführt, und europäische Koordinatorin des weltweiten Projektes „1000 Peacewomen Across the Globe“. Die promovierte Politologin erhielt mehrere Preise, u.a. für ihre Website Visionnews, die gute Nachrichten und Geschichten des Gelingens veröffentlicht, wie Frauen und Männer weltweit Kriege beenden und die Umwelt retten.

Adriano Silvestri

Adriano Silvestri ist Abteilungsleiter für Asyl, Migration und Grenzen der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA). Vor seinem Wechsel zur FRA nach Wien war er für das Amt des hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) tätig, unter anderem in Armenien, der Russischen Föderation und Österreich sowie in der UNHCR-Zentrale. Im Laufe seiner Tätigkeit befasste sich Silvestri sowohl auf juristischer wie operationeller Ebene mit Frage des Asylrechts, dem Schutz von Binnenvertriebenen und von Staatenlosigkeit. Auch war er involviert in die Entwicklung diverser UNHCR-Leitlinien und –Instrumente, z.B. zum Schutz des Kindeswohls oder des Schutzprogrammes für Opfer von interner Vertreibung. Er war auch für den World Wide Fund for Nature in der Altai-Sayan-Region tätig.

Christoph Strässer

Christoph Strässer, MdB, ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist menschenrechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe sowie im Rechtsausschuss. Darüber hinaus ist er ist stellvertretender Leiter der deutschen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Der studierte Jurist und Rechtsanwalt gehört dem Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte und der Aktion Deutschland hilft e.V. an. Darüber hinaus ist Herr Strässer Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Humanistischen Union, der DFG/VK, ATTAC und bei Slow-Food e. V.

Dr. Mark Terkessidis

Dr. Mark Terkessidis ist Journalist, Autor und Migrationsforscher. Seine Themenschwerpunkte sind Jugend- und Popkultur, Migration und Rassismus. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen. Davor war er Fellow am Piet Zwart Instituut der Willem de Kooning Akademie Rotterdam. Von 2003 bis 2011 war er als Moderator für den WDR „Funkhaus Europa“ tätig. Davor gründete er im Jahr 2001 zusammen mit Tom Holert das „Institute for Studies in Visual Culture“ (ISVC) in Köln. Er war Lehrbeauftragter der Universität Köln und von 1992 bis 1994 Redakteur der Zeitschrift „Spex“. Terkessidis hat zahlreiche Berichte zu den Themen Jugend- und Populärkultur, Migration und Rassismus in verschiedenen deutschen Medien wie „DIE ZEIT“ oder „Radio Bremen“ verfasst.

Dr. Beate Wagner

Dr. Beate Wagner ist seit 2002 Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN). Von 2006 bis 2012 war sie außerdem Vizepräsidentin des Weltverbandes der UN-Gesellschaften. Von 1995 bis 2002 war sie Programmdirektorin der zwischenstaatlichen Rias-Berlin-Kommission. Davor hat sie von 1992 bis 1995 als Referentin in der Berliner Senatsverwaltung für Bundes- und Europaangelegenheiten gearbeitet. Sie studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Philipps-Universität Marburg und promovierte 1994 an der Freien Universität Berlin. Wagner ist Mitglied im Koordinierungskreis des Forum Menschenrechte.

Michael Windfuhr

Michael Windfuhr ist seit 2011 stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Fast 20 Jahre lang hat er die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN mit aufgebaut und geleitet. Dort war er zuerst für die Fallrecherchen in Lateinamerika zuständig, dann zehn Jahre Vertreter von FIAN bei den Vereinten Nationen und anschließend Generalsekretär. Ab 2006 leitete er das Menschenrechtsreferat beim Diakonischen Werk der EKD. In dieser Zeit hat er im Bereich der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte besonders zum Recht auf Wasser und Sanitärversorgung, zum Recht auf soziale Sicherheit und zu dem Zusammenhang von Armut und Menschenrechten gearbeitet. Im Bereich der bürgerlichen und politischen Menschenrechte setzte er sich besonders für den Schutz von Menschenrechtsverteidigern und die Absicherung politischer Spielräume für die Zivilgesellschaft ein. Darüber hinaus war er über viele Jahre Lehrbeauftragter am Institut für Politische Wissenschaften der Universität Heidelberg.

Veronika Wodsak

Veronika Wodsak ist Expertin für soziale Sicherheit beim internationalen Arbeitsamt. In ihrer Tätigkeit unterstützt sie Staaten bei der Umsetzung der internationalen Arbeitsnormen, insbesondere hinsichtlich eines Aufbaus von sozialen Sicherungssystemen, die durch nachhaltig finanzierte und angemessene Sozialleistungen, die Erreichung des Menschenrechts auf soziale Sicherheit für alle Mitglieder der Gesellschaft gewährleisten. Nach ihrem Studium der internationalen Beziehungen in England (University of Kent at Canterbury) und Kanada (Queen’s University) mit Schwerpunkt globale Sozialpolitik war Frau Wodsak zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bielefeld sowie als Gutachterin für die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit tätig.