Wien+20: Wien 1993

Konferenz zum 20. Jahrestag der Wiener Weltmenschenrechtskonferenz 1993

Die Menschenrechte sind - und bleiben - unteilbar!

15. / 16. April 2013

Zur Weltmenschenrechtskonferenz in Wien 1993

Die Weltkonferenz über Menschenrechte (World Conference on Human Rights) wurde von 14. bis 25. Juni 1993 in Wien abgehalten. Sie war nach der Internationalen Konferenz über Menschenrechte (International Conference on Human Rights, 22. April bis 13. Mai 1968 in Teheran) die zweite von den Vereinten Nationen veranstaltete internationale Konferenz über Menschenrechte. Es nahmen 171 Staaten sowie 813 Nichtregierungsorganisationen teil.

Wichtigstes Ergebnis dieser Konferenz  war die Erklärung und das Aktionsprogramm von Wien (englisch Vienna Declaration and Programme of Action), in deren Folge bei der 48. UN-Generalversammlung am 20. Dezember 1993 mit der Resolution 48/141 das Amt des Hohen Kommissars für Menschenrechte eingerichtet wurde.

In den Dokumenten wurden die Unteilbarkeit und die Universalität der Menschenrechte bekräftigt, die Frauenrechte als Menschenrechte proklamiert und  beispielsweise auch die Rechte von Menschen mit Behinderungen in den Blick genommen.

Die Wiener Weltmenschenrechtskonferenz forderte zudem alle Staaten auf, zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte im eigenen Land unabhängige Nationale Menschenrechtsinstitutionen einzurichten. In Deutschland wurde auf einen einstimmigen Beschluss des Bundestags hin 2001 das Deutsche Institut für Menschenrechte gegründet.

Ohne das Engagement der Zivilgesellschaft, aber auch einiger Parlamentarier, wäre es vermutlich kaum dazu gekommen. Der entscheidende Impuls zur Gründung des Instituts ging vom Forum Menschenrechte aus, einem Netzwerk deutscher Nichtregierungsorganisationen, das sich 1994 auch im Gefolge der Wiener Konferenz gegründet hatte.

Gleiche Menschenrechte für alle - Dokumente zur Menschenrechtsweltkonferenz der Vereinten Nationen in Wien 1993

Auf dem Bild sieht man das Cover von Gleiche Menschenrechte für alle - Dokumente der Menschenrechtsweltkonferenz der Vereinten Nationen in Wien 1993
Gleiche Menschenrechte für alle - Dokumente der Menschenrechtsweltkonferenz der Vereinten Nationen in Wien 1993

 

Diese Publikation dokumentiert in deutscher Sprache die Ergebnisse der Menschenrechtsweltkonferenz der Vereinten Nationen, die im Juni 1993 in Wien stattfand. Der Band enthält neben dem offiziellen Abschlussdokument und den abschließenden Erklärungen der regionalen UN-Vorkonferenzen u.a. auch Positionspapiere von Nichtregierungsorganisationen zur Konferenz.

 

Wiener Erklärung und Aktionsprogramm (pdf 8,5 Mb)

Erklärung des NRO-Forums der Weltmenschenrechtskonferenz (pdf 8,5 Mb)

 

"Wir wussten nicht, wie das ausgeht"

Interview mit Dr. Wolfgang Heinz (Deutsche Institut für Menschenrechte) anlässlich der Konferenz Wien +20 am 15./16. April 2013

Auf dem Bild sieht man Wolfgang Heinz

https://vimeo.com/62426455

Priv.-Doz. Dr. Wolfgang S. Heinz ist am Deutschen Institut für Menschenrechte zuständig für Internationale Sicherheitspolitik und Vereinte Nationen. Er ist Mitglied des Europarat-Ausschusses zur Verhütung der Folter (CPT) und des Beratenden Ausschusses des Menschenrechtsrates (Vereinte Nationen).

 

Rede der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Navi Pillay

"Mit der Erklärung und dem Aktionsprogramm von Wien wurde das bedeutendste übergreifende Menschenrechtsdokument der letzten 25 Jahre hervorgebracht." ~ Navi Pillay, Genf, 25. Februar 2013

Auf dem Bild sieht man Navi Pillay, die
Navi Pillay

In ihrer Rede zur Eröffnung der 22. Tagung des Menschenrechtsrats am 25. Februar 2013 betont Navi Pillay die Bedeutung der Wiener Weltmenschenrechtskonferenz 1993 und skizziert ihre Errungenschaften sowie aktuelle Herausforderungen im internationalen Menschenrechtsschutz. 

Lesen Sie ihre ganze Rede hier >>